Info-Veranstaltung zum neuen Pflegestärkungsgesetz

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Published on: 14. Juli 2017

Am 21. Juni 2017 organisierte unser Seniorenbeirat eine Veranstaltung im barrierefrei erreichbaren Rathaussaal, in welcher die Zuhörer die aktuellen Neuerungen des sogenannten „Pflegestärkungsgesetzes“ von einer kompetenten Referentin vermittelt bekamen. Frau Helmschrot, eine erfahrene Pflegeberaterin der AOKplus, erläuterte in einem auch für Laien gut gegliederten Vortrag anhand einer Powerpoint-Präsentation die seit 1.Januar 2017 neuen gesetzlichen Festlegungen. Zunächst informierte sie uns über die neuen 5 Pflegegrade, die die alten sogenannten „Pflegestufen“ abgelöst haben. Denn …

…bei der Einstufung pflegebedürftiger Patienten gab es in der Vergangenheit viel berechtigte Kritik über ungerechte Beurteilungen.  Dies betraf beonders häufig Patienten mit einer Demenz, die ja sehr unterschiedliche Ausprägungen hat. Bei den neuen „Pflegegraden“ wird ein eher gleichberechtigter Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung gewährt, unabhängig davon, ob Antragsteller körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigungen haben. Jetzt wird das besondere Augenmerk auf den Umfang der Selbstständigkeit gerichtet.

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Frau Helmschrot erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten der finanziellen Hilfe, wenn Pflegebedürftigkeit eintritt. So die Unterstützung bei häuslicher Pflege, der Pflege in Seniorenpflegegemeinschaften oder in einem Pfegeheim. Sie informierte die Zuhörer ebenso über Pflegesachleistungen, die Möglichkeit der Verhinderungspflege, der Kurzzeitpflege, den sogenannten Entlastungsbeitrag  u.v.a.m. Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten die Referentin zu den einzelnen Punkten ihrer Darlegungen während des Vortrags direkt befragen, diese Möglichkeit erwies sich als sehr günstig für das Verständnis. Neben Frau Helmschrot war mit Frau Brückner eine weitere Pflegeberaterin der AOKplus anwesend, Frau B. ist direkt für unseren Landkreis zuständig. Wir hatten zu diesem Nachmittag auch die Heimleiterinnen unseres AWO- und auch des DRK-Seniorenheims mit eingeladen, damit die Anwesenden ebenso diese Möglichkeiten zu Informationen nutzen konnten. Wir freuten uns, dass auch  Frau John, Sachbearbeiterin für Senioren im Landratsamt SM, anwesend war. Sie benutzte anschließend gleich die Gelegenheit, mit den beiden Pfegeberaterinnen über die Struktur der im Landkreis geplanten Pflegestützpunkte zu fachsimpeln.

Pflegegesetz, 21.06.17von links: Frau Brückner, Frau John und Frau Helmschrot

Wir hatten zahlreiche Broschüren und Infomaterialien bestellt und bereit gelegt, weil das Thema doch sehr komplex und für Viele zunächst etwas verwirrend ist. Leider war die Besucherzahl spärlich, was sicher nicht nur der warmen Witterung geschuldet war. Die meisten Menschen erkundigen sich offenbar erst nach Eintritt plötzlicher Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen nach wichtigen Bedingungen und Möglichkeiten. Dann, wenn durch die neue Situation sowieso ihre Zeit knapp bemessen ist. Aber – dies bestätigten sowohl die beiden Pflegeberaterinnen als auch die Heimleiterinnen: Rechtzeitig im Vorfeld eingeholte Informationen erweisen sich grundsätzlich als sinnvoll, um dann, wenn’s „brennt“, entscheidende Fehler zu vermeiden.

Wichtig zu wissen: Unbedingt bei Eintritt von Pflegebedürftigkeit möglichst umgehend einen Termin bei einer Pflegeberaterin der für Sie zuständigen Pflegekasse besorgen! Sie kann Ihnen helfen, die besten Pflegemöglichkeiten für Ihren Angehörigen zu ermitteln und Sie auf Ihnen gesetzlich zustehende Hilfsmöglichkeiten hinweisen. Diese Beratung ist kostenfrei und erfolgt bei entsprechender Sachlage auch im Hausbesuch.

E. H.-C., 14.07.2017

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