Wissenswertes über die Arbeit der ambulanten Hospizgruppe und des SAPV

Zunächst eine Nachricht zum Vormerken:  Am Mittwoch, dem 07. September 2016, findet ab 14 Uhr wieder ein Seniorensportfest auf dem „Köpfchen“ statt! Nähere Informationen erfolgen zeitnah in der Presse.

Zu unserer letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Seniorenbeirat die leitende Koordinatorin der ambulanten Hospizgruppe Suhl & Umgebung, Frau Ines Ebert, eingeladen. Die Hospizgruppe hat auch Mitglieder aus Zella-Mehlis. Frau Ebert bedankte sich zunächst herzlich für die empfangene Summe von 102 €, die erfreulicherweise zu unserer Veranstaltung mit Dr. Zeeh am 1.6.16 für die Arbeit der Hospizgruppe von den Zuhörern gespendet wurde.

Der aus dem Lateinischen hospizgruppe-2016_1stammende Begriff „Hospiz“ bedeutet eigentlich „Herberge“ oder „Gastfreundschaft“. Speziell geschulte  ehrenamtlich tätige Mitglieder der Hospizgruppe unterstützen schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in ihren Bedürfnissen und Wünschen. Sie sind an keine Konfession gebunden. Sie leisten Kranken zu Hause Gesellschaft und bieten ihnen menschliche Zuwendung. Viele von schweren Krankheiten Betroffene wünschen sich, dass ein mitfühlender Gesprächspartner ihnen Zeit widmet und sich ihre Nöte und vertrauliche Dinge in Ruhe anhören kann, oder auch einfach nur schweigend ihre Hand halten und damit signalisieren kann: Du bist nicht allein! 

Selbstverständlich unterliegen Hospizmitarbeiter deshalb der Schweigepflicht.  Sie sorgen u.a. auch dafür, dass  Angehörige eines Hilfebedürftigen sich auch einmal Zeit für sich nehmen und die Wohnung verlassen können, ohne in ständiger Sorge sein zu müssen, wie es ihrem kranken Familienangehörigen inzwischen geht. Hospizmitarbeiter besuchen nach Wunsch auch Menschen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, das wussten wir z.B. vorher nicht.  Hospizmitarbeiter leisten keine pflegerischen Arbeiten, das obliegt professionellen Anbietern. Wichtig zu wissen: Die Mitglieder der Hospizgruppe arbeiten unentgeltlich, es entstehen also keine Kosten für die Patienten. Wer möchte, kann aber gerne etwas spenden.

Die Hospizgruppe hat auch einen „Trauertreff“ eingerichtet, wo sich Trauernde, die ihnen nahestehende Menschen verloren haben, treffen, sich ihren Kummer mitteilen und hilfreiche Gespräche führen können. Sie fühlen sich meist  besser verstanden, wenn sie mit ebenso Betroffenen reden können, die ein ähnliches Leid zu tragen haben.

Seit einigen Monaten gibt es auch ein mobiles Hilfsteam aus speziell in Schmerztherapie ausgebildeten Ärzten und Krankenschwestern, die nach Anforderung  ( am besten durch den behandelnden Hausarzt) Ihre schwerkranken Angehörigen zu Hause oder im Pflegeheim besuchen und eine der jeweiligen Erkrankung angemessene Schmerzbehandlung einleiten.  Die unter dem Dach des Sozialwerks Meiningen angesiedelte und für unseren Landkreis zuständige „Spezielle ambulante Palliativversorgung“ (SAPV) erreichen Sie unter der Nummer: 03693-456442. Die Spezialisten der SAPV möchten ebenso wie die Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes dafür sorgen, dass auch für schwerkranke und sterbende Menschen die bestmöglichste Lebensqualität in ihrem individuellen Umfeld erreicht werden kann.

Wenn Sie die Hilfe des ambulanten Hospiz- und palliativen Beratungsdienstes in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin Frau Ebert, sie ist erreichbar unter der Tel. Nr.

03681-3977833 oder 0174-5800506. Mail: hospiz.suhl@awo-thueringen.de  Sie wird Ihnen gerne die entsprechenden Auskünfte geben bzw. Hilfe organisieren.

E.H.-C., 18.07.16


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